Stadtwerke Hürth proben Umstellung auf alternative Energien

Noch bis 24. Januar 2020 wird ein mit Wasserstoff betriebenes Müllfahrzeug getestet


HÜRTH (pü). Zwei vollkommen schadstofffreie Wasserstoff-Hybridbusse sind bei der Stadtverkehr Hürth bereits seit zehn Jahren im Einsatz. Und auch die dazu gehörige Wasserstoff-Tankstelle auf dem Knapsacker Industriehügel ist seitdem in Betrieb. Seit heute setzen die Stadtwerke Hürth in der Abfallentsorgung mit einem Müllgroßfahrzeug ebenfalls auf diese umweltfreundliche Technik, die keine Emissionen verursacht und geräuschlos ist – zumindest probeweise. Und damit sind die Stadtwerke Hürth derzeit bundesweit das einzige kommunale Unternehmen, das die Entsorgung über ein solches Fahrzeug ermöglicht.

„Unser Fuhrpark besteht überwiegend aus herkömmlichen Fahrzeugen, die mit Dieselmotoren betrieben werden. Es ist unser Anspruch, aus Gründen des Klimaschutzes einen Paradigmenwechsel einzuleiten und perspektivisch auf alternative Lösungen zu setzen. Daher sind wir bestrebt, den Einsatz alternativer Antriebe für unseren Flotte zu forcieren, ohne dabei die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens zu schmälern“, gibt Stadtwerke-Vorstand Stefan Welsch die Richtung vor.

Noch bis einschließlich 24. Januar 2020 läuft der Probebetrieb bei der Entsorgung von Restmüll und biologischen Abfällen mit dem Fahrzeug, das mit Fahrer gechartert wurde. Im Anschluss daran sollen die Ergebnisse ausgewertet und in die Entscheidungsfindung über den Einsatz geeigneter alternativer Antriebe einfließen.

Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur auf dem Industriehügel biete sich daher die Wasserstofftechnik an – zumal Müllfahrzeuge, die ausschließlich mit Batterien betrieben werden, aufgrund mangelnder Reichweite für den Alltagsbetrieb ungeeignet sind. Und bei Fahrzeugen, die mit Wasserstoff betrieben werden, ist die Reichweite deutlich größer. So wird die Betriebsdauer mit 12 – 16 Stunden angegeben, was einer Reichweite von etwa 500 Kilometern entspricht.

Durch den Einsatz solcher Fahrzeuge wollen die Stadtwerke Hürth durch einen verminderten Dieselverbrauch und den damit verbundenen reduzierten Ausstoß von Stickoxiden einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und auch für bessere Luft in Hürth beitragen. Denn das, was aus dem Auspuff herauskommt, ist reiner Wasserdampf.

Mit Hilfe einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, in einem Akkumulator zwischengespeichert oder alternativ direkt dem Elektromotor zugeführt, der das Fahrzeug antreibt. Auch alle weiteren Emissionen werden gegenüber konventionellen Dieselfahrzeugen um 99 Prozent reduziert. Somit unterschreiten die Motoren alle EU-Abgasgrenzwerte.

Stadtwerke Hürth-Vorstand Stefan Welsch (5.v.r.) und Dirk Breuer, Bürgermeister und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stadtwerke Hürth (6.v.r.), informierten sich im Beisein von Kollegen über den probeweisen Einsatz des mit Wasserstoff betriebenen Müllfahrzeugs. Foto: Pütz

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